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spoofing

Forschungsergebnisse Baltic Jammer

Ergebnisse unserer sechsmonatigen Studie zur GNSS-Störung in der Ostseeregion

Wir freuen uns, die Ergebnisse der jüngsten sechsmonatigen Studie vorzustellen, die in Zusammenarbeit mit GPSPatron und der Gdynia Maritime University durchgeführt wurde. Der Fokus lag auf GNSS-Störungen in der Ostseeregion. Diese Forschung liefert die erste umfassende Analyse von GNSS-Störungen auf Bodenebene in diesem Gebiet und offenbart erhebliche Diskrepanzen im Vergleich zu Daten aus ADS-B-Analysen. Unsere Studie betont die Notwendigkeit einer spezialisierten terrestrischen Überwachung, um diese Bedrohungen genau zu bewerten und zu entschärfen.

 

Wichtige Erkenntnisse:

  • Anhaltende GNSS-Störungen:Es wurden über 84 Stunden an Interferenzen aufgezeichnet, was auf kontinuierliche Störungen in der Region hinweist.
  • Höhepunkt der Aktivität im Oktober:Im Oktober traten sechs größere Störereignisse mit einer Gesamtdauer von 29 Stunden auf, was auf eine Zunahme sowohl der Häufigkeit als auch der Intensität hinweist.
  • Verdächtige maritime Quellen:Signalanalysen deuten auf mobile Quellen hin, wahrscheinlich fortschrittliche Störtechnologien, die von einem oder mehreren Schiffen eingesetzt werden.
  • Hochentwickelte Störsignaturen: Die detektierten Signale weisen komplexe Modulationen und Frequenzagilität auf, was auf hochentwickelte Ausrüstung, möglicherweise militärischen Ursprungs, hindeutet.
  • Einschränkungen der Erkennung:Trotz erheblicher GNSS-Störungen auf Bodenebene wurden in ADS-B-basierten Überwachungssystemen keine entsprechenden Ereignisse registriert, was ihre Begrenzungen bei der Erfassung terrestrischer Bedrohungen unterstreicht.
  • Lang andauernde Störungen:Einige Interferenzen hielten über sieben Stunden an und hatten erhebliche Auswirkungen auf die GNSS-gestützte maritime Navigation und Hafenoperationen.

 

Wir sind überzeugt, dass dieser umfassende Bericht für Ihre Arbeit und Forschung in diesem Bereich von unschätzbarem Wert sein wird und zur Verbesserung der Sicherheit und Effizienz von Navigationssystemen und kritischen Infrastrukturen beiträgt.

Die in diesem Forschungsprojekt verwendete Hardware finden Sie in unserer Rubrik GPS:

https://www.hensec.com/de/produkte/gps/gps-spoofing-und-jamming-detektion

Um den kompletten ausführlichen Report (50 Seiten PDF) zu erhalten schreiben Sie uns bitte eine kurze email:

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GNSS Security für Flughäfen

Sicherheitssteckbrief

GNSS Security für Flughäfen

Lösungsbeschreibung zum Sicherstellen der Qualität von Satellitennavigationssystemen wie GPS und Galileo für Flughafenbetreiber.

ANWENDUNGSBEREICH

  • Flughäfen

  • Flugplätze

  • Kritische Infrastruktur Sektor Verkehr

GEFÄHRDUNGEN

Durch GNSS Jamming und Spoofing wird die Zuverlässigkeit Satellitengestützter Navigation stark eingeschränkt. Mögliche Folgen und Gefahren sind u.a.

  • Falsche Positionsanzeige

  • Falsche Höhenanzeige

  • Ground Distance Alarm

  • Kollision von Teilnehmern

  • Totalausfall d. GPS gestützten Navigation

  • Einfluss auf Peripheriesysteme die auf Zeitsynchronisierung angewiesen sind

LÖSUNG:

Hensec GNSS Qualitätsmonitoring System

VORTEILE:

  • On Site Vernetzt

  • Echtzeitmonitoring aller Konstellationen (GPS, Galileo, BeiDou, Glonnas)

  • Klassifizierung der Störungen (Interferenz, Jamming, Spoofing)

  • Lokalisierung der Störquelle durch TDOA

BEISPIELKONFIGURATION

System für Flugplätze:

1 Outdoor Station TGE2

System für Flughäfen:

3 Outdoor Stationen TGE2

x Outdoor Füllstationen L1

Aktives System:

Automatisches GNSS Quality NOTAM / System

ANFRAGE:

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Weitere Infos und Links:

www.hensec.com

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GPS Spoofing and Jamming Detection

GPS Spoofing und Jamming Detektion

Detection and classification of even complex synchronized GNSS spoofing attacks.

GPS spoofing and jamming have become a serious challenge in recent months. The growing number of GNSS interference cases makes it essential to reliably detect GPS spoofing.

Ship and air traffic are significantly exposed to risks from GPS jamming and spoofing. The same applies to critical infrastructure, communication systems, or autonomous systems that require a reliable and accurate time base.

Traditional GPS jamming detection systems merely identify that the signal is unreliable. However, they are often unable to distinguish whether the issue is interference, jamming, or sophisticated spoofing. Simply put, they can detect that something is wrong, but not what exactly is wrong.

Our GPS spoofing detection sensors provide a comprehensive analysis of GNSS signal quality. The onboard processing capability allows them to detect and classify even complex synchronized GNSS spoofing attacks.

The data can be used locally to trigger alerts—via TCP/IP or relays with potential-free contacts. Downstream receivers (e.g., time servers) are automatically disconnected from the RF signal by the RF blocker upon detection of spoofing, preventing manipulation or damage to the infrastructure.

Onboard LUA scripting allows you to create and integrate custom processes.

Our GNSS spoofing detection sensors are available in various configurations:

  • GP-DIN-L1

    The compact and cost-effective DIN rail module.

  • GP-TGA2

    The multiband module in half 19” rack format

  • TGA2-Rugged-Case

    The mobile version for use at changing locations.

  • TGA2-SteelBox

    The weatherproof outdoor box for installations in open areas or pole mounting.

Measurement data can also be transmitted to our GP-Cloud web app for further analysis. The web interface allows live data monitoring and retrospective evaluation of log data. By networking multiple sensors, it is also possible to localize the interference source using TDOA (Time Difference of Arrival).

GP-Cloud

The comprehensive web app for analysis, classification, localization, and alarm management of GNSS spoofing and jamming.

  • GP Cloud Dashboard With GNSS Jamming And Spoofing 1024 X 581 1

  • GP Cloud Detect And Investigate Sophisticated GNSS Spoofing Attacks 1024 X 555 1

  • GP Cloud GNSS Jamming RF Power Spectrum A Spectrogramm 1024 X 555 1

Downloads

Data sheet GNSS Spoofing Detection


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GPS Spoofing System GP-Simulator

GPS Spoofing System GP-Simulator

Unser GNSS Simulator ist ein komplettes GPS-Spoofing System zum manipulieren von GPS Signalen für Forschungs- und Entwicklungszwecke.

Mit unserem GPS Spoofing System GP-Simulator werden nicht die Frequenzen „gejammed“, also gestört um einen Empfang zu unterbinden, sondern es werden echte Signale so gefälscht, dass dem Empfänger andere Zeit- oder Ortsinformationen vorgetäuscht werden können.

Jammerschreck nano GPS Jammer und Spoofer Detektor
  • LED-Balken

    Transportabel im praktischen wetterfesten Koffer

  • Tragbar

    GP-Simulator zum Testen von z.B. Dronen oder autarken Fahrzeugen

Der GNSS Simulator wurde entwickelt um unterschiedliche GNSS Spoofing Szenarien zu erforschen und entsprechende Detektionstechniken zu testen. Der GNSS Simulator erlaubt den Betrieb über die Luftschnittstelle und ermöglicht das einfache Manipulieren von Koordinaten und Zeitinformationen.
Dadurch ist es auch ein gutes Hilfsmittel für Sicherheitsforscher um GPS Module, Drohnen oder autarke Fahrzeuge zu testen.

  • Multiband

  • Supported SDRs

  • Trajectory Builder

  • Position Spoofing

  • Time Spoofing

  • Multi Channel

  • Transport Box

  • All In One Kit

  • Portable

Produktvideos


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Hinweis: Der Vertrieb der GNSS Simulator Hardware und des GPS Spoofing Programms erfolgt ausschließlich an Behörden, Unternehmen oder Forschungseinrichtungen nach Exportfreigabe.

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GPS Spoofing System GP-Simulator

GPS Spoofing System GP-Simulator

Our GNSS Simulator is a Complete GPS spoofing system for manipulating GPS signals for research and development purposes.

With our GPS spoofing system GP-Simulator, the frequencies are not “jammed” or disrupted to block reception; instead, real signals are falsified so that the receiver can be deceived with false time or location information.

Jammerschreck nano GPS Jammer und Spoofer Detektor
  • LED-Balken

    Anzeige von Störungen im GPS-L1 Band durch Signalton, Vibration oder den LED-Balken.
  • Tragbar

    Nur 113 mm lang, lässt sich auch am Körper oder Schlüsselbund tragen.
  • USB-C

    Lässt sich via USB-C auch mit einem Smartphone verbinden um Daten zur weiteren Analyse auszulesen.

The GNSS Simulator was developed to research different GNSS spoofing scenarios and to test corresponding detection techniques. The simulator operates over the air interface and allows easy manipulation of coordinates and time information. It can be programmed to simulate GNSS Coordinates or Waypoints in order to test Equipments or Moduls under Lab Enviroment. Also extended Security Tests are possible with our GNSS Simulator.

This makes it a valuable tool for security researchers to test drones or autonomous vehicles.

  • Multiband

  • Supported SDRs

  • Trajectory Builder

  • Position Spoofing

  • Time Spoofing

  • Multi Channel

  • Transport Box

  • All In One Kit

  • Portable

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Note: The GPS spoofing program is sold exclusively to government agencies, companies, or research institutions following export approval.

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GPS Spoofing und Jamming Detektion

GPS Spoofing und Jamming Detektion

Detektieren und Klassifizieren selbst von aufwendigen Synchronen GNSS-Spoofing Attacken.

GPS Spoofing und Jamming ist in den letzten Monaten zu einer ernstzunehmenden Herausforderung geworden. Die Vielzahl der Fälle von GNSS Interferenzen machen es nötig zuverlässig GPS Spoofing detektieren zu können.

Der Schiffs- und Flugverkehr ist durch GPS Jamming und Spoofing erheblichen Risiken ausgesetzt. Ebenso kritische Infrastrukturen, Kommunikationssysteme oder autarke Systeme welche eine verlässliche und genaue Zeitbasis benötigen.

Klassische GPS Jamming Deketionssysteme erkennen lediglich, dass das Signal nicht zuverlässig ist. Sie können jedoch kaum unterscheiden, ob es sich um Interferenzen, Jamming oder aufwändiges Spoofing handelt. Einfach gesagt, es wird erkannt „dass“ etwas nicht stimmt, aber nicht „was“.

Unsere GPS Spoofing Detektions Sensoren bieten eine umfassende Analyse der GNSS-Signalqualität. Das Onboard Processing auf den Sensoren erlaubt das Detektieren und Klassifizieren selbst von aufwendigen Synchronen GNSS-Spoofing Attacken.

Die Daten können Lokal zur Alarmierung verwendet werden – via TCP-IP oder Relais mit potentialfreien Kontakten. Nachgeschaltete Empfänger (z.B. für Zeitserver) werden beim Erkennen von Spoofing durch den HF-Blocker automatisch von der HF getrennt, um Manipulation oder Schaden der Infrastruktur zu vermeiden.

Onboard LUA Scripting erlaubt das eigene Erstellen und Integrieren von Prozessen.

Unsere GNSS Spoofing Detektions Sensoren gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • GP-DIN-L1

    Das kompakte kostengünstige Modul für die Hutschiene.

  • GP-TGA2

    Das Multiband Modul in Halb-19“ Bauform

  • TGA2-Rugged-Case

    Die mobile Variante für den Einsatz an wechselnden Orten.

  • TGA2-SteelBox

    Die Wetterfeste Outdoor Box für Installationen im Freien oder Mastmontage.

  • 230320 PC Close 3 1

  • 230321 PC Open Front

  • DSC 00682

  • GP Probe Box For TGE 2 Integrated Antenna System

  • GP Probe Case Antenna System

  • GP Probe Case For DIN L 1 GPS Spoofing Detector

  • GP Probe Case For DIN L 1 Opened

  • GP Probe DIN L 1 Mounted On DIN WO BG

  • GP Probe TGE 2 Front Panel Controls Description

  • GP Probe Box WE View 5

  • Miniserver 01

  • Multiband 01

  • Rack 01

  • Side View

Ebenso können die Messdaten zur weiteren Auswertung in unsere Webapp GP-Cloud übertragen werden. Auf dem Webinterface lassen sich live Daten sehen und Logdaten im Nachhinein auswerten. Durch diese Vernetzung von mehreren Sensoren ist auch eine Lokalisierung der Störquelle mittels TDOA möglich.

GP-Cloud

Die umfassende WebApp zur Analyse, Klassifikation, Lokalisierung und Alarmmanagement von GNSS-Spoofing und Jamming.

  • GP Cloud Dashboard With GNSS Jamming And Spoofing 1024 X 581 1

  • GP Cloud Detect And Investigate Sophisticated GNSS Spoofing Attacks 1024 X 555 1

  • GP Cloud GNSS Jamming RF Power Spectrum A Spectrogramm 1024 X 555 1

Schreiben Sie uns für die beste Lösung für Ihre Aufbagenstellung!

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GPS Spoofing und Jamming Video GPN

Video zum Talk auf der GPN22 über die Gefahren des GPS-Spoofings sowie der Technik und Detektionsmethoden

 

GPS / GNSS Jamming und Spoofing ist zu einer ernstzunehmenden Gefahr für Verkehr, Navigation und kritische Infrastrukturen geworden. Wir betrachten die damit verbundenen Risiken sowie Hintergründe, Geschichte, Technologien und Abwehrmaßnahmen.

In den letzten Monaten sind die GNSS Jamming und Spoofing Vorfälle weltweit signifikant angestiegen – vor allem, aber nicht nur, rund um die Krisenherde unseres Planeten. Zum Verstehen der Hintergründe werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Spoofings und die Technik hinter GNSS und PNT.
Ebenso schauen wir uns anhand echter Beispiele aktuelle Jamming und Spoofing Technologien an.
Welche realen Risiken ergeben sich daraus für den Flugverkehr und kritische Infrastrukturen?
Wie lässt sich durch technologische und organisatorische Maßnahmen die Resilienz bestehender Systeme erhöhen?

Hier auch der Link zum Runterladen des GPS-Jamming Talks „GPS Spoofing und Jamming – Techniken, Risiken und Detektion“ auf media.ccc.de:

https://media.ccc.de/v/gpn22-403-gps-spoofing-und-jamming-techniken-risiken-und-detektion

 

 

hensec begrüßt EU-Vorschlag zum Schutz vor den Auswirkungen von GNSS-Störungen

hensec begrüßt EU-Vorschlag zum Schutz vor den Auswirkungen von GNSS-Störungen

Hensec begrüßt EU-Vorschlag zum Schutz vor den Auswirkungen von GNSS-Störungen

Sicherheitsfachmann Kevin Heneka: „Es ist höchste Zeit, dass sich die Politik der andauernden Störungen von GNSS-Signalen annimmt, um die Resilienz Europas insbesondere bei kritischen Infrastrukturen und Services zu stärken.“

Karlsruhe, 30. Juni 2025 – „Es wird höchste Zeit, dass sich die Politik der zunehmenden Bedrohung durch Störungen globaler Navigationssysteme wie GPS und Galileo annimmt“, erklärt Kevin Heneka, Inhaber der Sicherheits­firma hensec. Er begrüßt den vom Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union (Ministerrat) vorgelegten Aufruf „Call for common actions in response to Global Satellite Navigation Systems (GNSS) jamming and spoofing threats.

GNSS, Global Navigation Satellite Systems, sind globale Satellitennavigationssysteme, die eine präzise Positionsbestimmung und Zeitmessung auf der ganzen Welt ermöglichen. Dazu gehören unter anderem GPS (USA), Galileo (EU), Glonass (Russland) und Beidou (China).

In dem jüngsten Call des Rates der Europäischen Union werden sieben Forderungen erhoben, die sich an die für das Transportwesen zuständigen nationalen Fachminister in den Ländern der EU richten. Dazu gehören das Recht Russlands und Belarus‘ zur Registrierung von Funkressourcen bei der ITU auszusetzen, solange GNSS-Interferenzen festzustellen sind, die Abhängigkeit des Transportwesens von GNSS zu verringern und alternative Systeme einzuführen, die Schulungen für Piloten, Fluglotsen und Flugsicherungspersonal in Bezug auf GNSS-Störungen zu intensivieren, die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Herstellern bei Abwehrmaßnahmen zu fördern, kritische Infrastrukturbetreiber auf die GNSS-Risiken hinzuweisen und branchenspezifische Aktionspläne (Weltraum, Luftfahrt, Seefahrt, Telekommunikation) zur koordinierten Reaktion zu entwickeln.

Die wachsende Bedrohung durch GNSS-Störungen

Satellitennavigationssysteme sind das Rückgrat unserer modernen Gesellschaft. Sie steuern nicht nur Navigationssysteme in Autos und Smartphones, sondern sind auch für kritische Infrastrukturen unerlässlich: von der präzisen Zeitmessung in Finanzmärkten über die Steuerung von Telekommunikationssystemen bis hin zur Navigation in Luft- und Seefahrt. Doch diese fundamentale Abhängigkeit macht GNSS-Signale zu einem Ziel für Störsender, sogenannte „Jammer“ und „Spoofer“, die die Signale blockieren bzw. manipulieren können. „Die EU hat diese wachsende Bedrohung endlich erkannt und beginnt Maßnahmen zu ergreifen, um die Resilienz Europas gegenüber GNSS-Störungen zu erhöhen“, sagt Kevin Heneka.

Insbesondere kritische Infrastrukturen und Services müssten verstärkt geschützt werden, heißt es im Aufruf des Rates der Europäischen Union. Kevin Heneka betont: „hensec verfügt schon heute über die notwendigen Hard- und Softwaresysteme, um genau diese Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen zu erfüllen und die Resilienz von GNSS-Anwendungen zu stärken. Unsere Lösungen sind darauf ausgelegt, Störungen zu erkennen, zu lokalisieren und abzuwehren, sodass unsere Kunden auch in komplexen Störungsumgebungen eine zuverlässige GNSS-Funktionalität sicherstellen können.“

 

 

hensec liefert erste Analyse zum "Baltic Jammer"

hensec liefert erste Analyse zum "Baltic Jammer"

Karlsruhe

  • Andauernder hochprofessioneller Angriff auf Satellitennavigation im Ostseeraum nachgewiesen
  • Sicherheitsexperte: "Baltic Jammer" sollte ein Weckruf für alle KRITIS-Unternehmen sein
  • Gefährdet sind u.a. Verkehr, Energieversorgung, Telekommunikation, Logistik und Gesundheitswesen

Seit Ende 2023 werden die Navigationsdaten für Schiffe und Flugzeuge über der Ostsee großflächig durch Störsender massiv verfälscht. Die Störungen betreffen ein Gebiet, das sich von Schweden über das Baltikum und Polen bis weit hinein in den Nordosten Deutschlands erstreckt. Über die Hintergründe dieser als "Baltic Jammer" bekannten und für den Schiffs- und Flugverkehr gefährlichen Situation gibt es viele Spekulationen, aber bislang keine belastbaren Erkenntnisse. Jetzt hat die deutsche Sicherheitsfirma hensec gemeinsam mit der GNSS Cybersecurity-Plattform GPSPatron und der Gdynia Maritime University die erste umfassende Analyse vorgelegt, die auf einer sechsmonatigen Studie der Lage in der Ostseeregion basiert. Sie ist öffentlich erhältlich unter:

https://www.hensec.com/de/component/content/article/forschungsergebnisse-baltic-jammer

Das Ergebnis fasst hensec-Inhaber Kevin Heneka wie folgt zusammen: "Wir stehen unter einem absichtlichen, andauernden hochprofessionellen Angriff auf GNSS-Signale, der mit hoher Wahrscheinlichkeit durch militärische Störsender auf Schiffen ausgeführt wird." GNSS steht für "Global Navigation Satellite System" und umfasst GPS (Global Positioning System, USA), Galileo (Europäische Union), GLONASS (Russland) und BeiDou (China). Besonders fatal: Viele Karten, die auf den im Flugverkehr üblichen ADS-B-Daten (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast) basieren, mit der Flugzeuge ihre Position automatisch an Bodenstationen und andere Flugzeuge senden, haben die Störungen teilweise nicht einmal angezeigt.

Gefahren durch Jamming und Spoofing werden unterschätzt

Sicherheitsexperte Kevin Heneka erklärt: "Das Bewusstsein für die Gefahren durch Jamming und Spoofing ist in der deutschen Wirtschaft noch wenig ausgeprägt, obwohl beides längst real ist." Jamming bezeichnet die Störung eines Navigationssignals wie beispielsweise GPS, so dass sich kein genauer Standort bestimmen lässt, Spoofing das Aussenden verfälschter Signale, wodurch ein falscher Standort vorgegaukelt wird.

Gefährdet sind nicht etwa nur die Schiff- und Luftfahrt, sondern darüber hinaus zahlreiche kritische Infrastrukturen, betont der Sicherheitsfachmann. Als Beispiel nennt er die Energieversorgung, die Telekommunikation (Mobilfunkmasten und Rechenzentren nutzen GPS für die Zeitsynchronisation), das Gesundheitswesen sowie jegliche autarke Systeme wie Drohnen oder selbstfahrende Fahrzeuge.

Kevin Heneka wird deutlich: "Anhaltende GPS-Manipulationen können den öffentlichen Personenverkehr beeinflussen, Rettungsketten stören oder kritische Kommunikationsnetze unbrauchbar machen. Daher sollten insbesondere KRITIS-Unternehmen Jamming und Spoofing als Sicherheitsrisiken sehr ernst nehmen."

"Baltic Jammer" als Weckruf für die Wirtschaft

Nach eigenen Angaben ist hensec die einzige Sicherheitsfirma im deutschsprachigen Raum, die speziell entwickelte Analysesysteme für eine terrestrische Detektion von Jammern und Spoofern anbietet. Die dazu benötigten Sensoren auf Bodenebene erkennen nicht nur, um welche Art von Störsignal es sich dabei handelt, zum Beispiel Jamming oder Spoofing, sondern können es darüberhinausgehend auch klassifizieren und lokalisieren. Das deutsche Unternehmen arbeitet hierbei eng mit GPSPatron zusammen. "Alle Sensoren und Geräte unserer Jammer- und Spoofer-Detektion kommen aus der Europäischen Union, die Rechenzentren zur Auswertung der Signale stehen alle in Deutschland."

"Der Baltic Jammer sollte ein Weckruf für die Unternehmen sein, Vorsorge vor Jamming- und Spoofing-Angriffen zu treffen", empfiehlt Kevin Heneka. "Leider reagieren viele Firmen erst, wenn etwas passiert. Dabei ist Vorsorge entscheidend", sagt der Experte, der regelmäßig Unternehmen für dieses brisante Thema sensibilisiert.

Analyse des "Baltic Jammer":

https://www.hensec.com/de/component/content/article/forschungsergebnisse-baltic-jammer

(Anm. Links nachtr. aktualisiert)

 

Neue Studie zu GNSS Störungen in der Ostsee

Neue Studie zeigt: GNSS-Störungen in der südlichen Ostsee deutlich komplexer und stärker als bisher angenommen

Eine neue Untersuchung knüpft an unseren früheren Bericht über GNSS-Interferenzen im Ostseeraum mit GPSPatron und der Gdynia Maritime University an – diesmal jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Statt eines festen Sensors an Land wurde der Interferenzdetektor GP-Probe TGE2 direkt an Bord eines Forschungsschiffes installiert. Das Schiff operierte zwischen dem 23. Juni und 14. Oktober 2025 im gesamten südlichen Ostseeraum und näherte sich regelmäßig der Seegrenze zur Region Kaliningrad.

Durch diese mobile Messplattform konnte das reale GNSS-Umfeld erfasst werden, dem Schiffe tatsächlich ausgesetzt sind – inklusive Effekten, die von Land aus nicht sichtbar sind.

Zentrale Ergebnisse

1. Wechsel zu kombinierten Spoofing- und Jamming-Angriffen

Während die frühere Küstenstudie ausschließlich Mehrkonstellations-Jamming zeigte, enthüllt die neue Schiffskampagne ein anderes Bild:

  • GPS-L1-Spoofing mit künstlichen Satellitensignalen

  • Gleichzeitiges Jamming von GLONASS, Galileo und BeiDou

Dadurch werden Empfänger gezwungen, nur die gefälschten GPS-Signale zu nutzen – ein technisch effizienter, aber hochwirksamer Eingriff in die Navigation.

2. Bislang höchste gemessene Störintensität

Ende Juni bis Juli traten die stärksten Störungen auf:

  • GNSS-Verfügbarkeit fiel auf 83,5 %,

  • über 4 Tage Spoofing wurden registriert.

Der extremste Vorfall: Fast 30 Stunden ununterbrochenes Spoofing vom 1. bis 3. Juli – ein ernstes Risiko für die Schifffahrt.

3. Mehrere Störsender wirken synchron zusammen

Die Daten zeigen klar: Die Interferenzen stammen von vier unterschiedlichen, koordiniert arbeitenden Quellen, darunter ein GPS-Spoofer, zwei Chirp-Jammer und ein breitbandiger analoger Störsender.
Unterschiedliche Spektren und Bandbreiten deuten auf räumlich getrennte Anlagen, jedoch mit zentral gesteuerter Aktivierung.

4. Deutlicher Wandel der Technik

Im Vergleich zur früheren Studie:

  • weniger präzise, dafür leistungsstärkere Chirp-Jammer,

  • Kombination aus älterer Hochleistungs-HF-Technik und neueren Spoofing-Fähigkeiten.

Die Interferenzlandschaft wird damit technisch heterogener und unberechenbarer.

5. Störungen nehmen auf See stark zu

Messungen zeigen einen klaren räumlichen Trend:

  • im Hafen von Danzig: schwach,

  • auf offener See: bis zu 15 dB stärker,

  • stärkste Werte beim Kurs Richtung Kaliningrad.

Damit sind besonders die Navigationszonen auf See von den Störungen betroffen.

Vollständigen Bericht anfordern

Der komplette Bericht mit Spektrogrammen, Signal­analysen und technischen Details steht zum Download bereit. Zum Download Einfach das E-Mail Formular ausfüllen.

Bei Rückfragen und zu weiteren Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne auch per email zur Verfügung.

hensec_gpspatron-report-shipborne-observations-near-the-kaliningrad-border

Full Report of the GNSS Jamming and Spoofing Analysis in the Baltic Sea

hensec_gpspatron-report-shipborne-observations-near-the-kaliningrad-border.pdf (3.31 MB)
Download

New Study on GNSS Jamming in the Baltic Sea

New study shows: GNSS-disturbances in the southern Baltic Sea are significantly more complex and stronger than previously assumed

A new investigation builds on our earlier report on GNSS-interferences in the Baltic Sea region (with GPSPatron and the Gdynia Maritime University) — but this time with a crucial difference: instead of a fixed sensor on land, the interference detector GP-Probe TGE2 was installed directly aboard a research vessel. The ship operated between 23 June and 14 October 2025 throughout the southern Baltic Sea region and regularly approached the maritime border region to Kaliningrad.

By using this mobile measurement platform, the actual GNSS environment encountered by vessels could be captured — including effects that are not visible from land.

Key findings

  1. Shift to combined spoofing and jamming attacks
    While the earlier coastal study exclusively showed multi-constellation jamming, the new shipborne campaign reveals a different picture:

    • GPS-L1 spoofing with artificial satellite signals.

    • Simultaneous jamming of GLONASS, Galileo and BeiDou.
      This forces receivers to use only the fake GPS signals — a technically efficient, yet highly effective interference with navigation.

  2. Highest disturbance intensity measured so far
    At the end of June to July the strongest disturbances occurred:

    • GNSS availability dropped to 83.5 %.

    • Over 4 days of spoofing were registered.
      The most extreme incident: almost 30 hours of continuous spoofing from 1 to 3 July — a serious risk for shipping.

  3. Multiple jamming transmitters working synchronously
    The data clearly shows: the interferences originate from four different, coordinated sources — including a GPS-spoofer, two chirp-jammers and a broadband analog jammer.
    Different spectra and bandwidths point to spatially separate installations, yet centrally controlled activation.

  4. Significant change in technology
    Compared to the earlier study:

    • fewer but more powerful chirp-jammers.

    • a combination of older high-power RF technology with newer spoofing capability.
      The interference landscape is thus becoming technically more heterogeneous and unpredictable.

  5. Disturbances increase significantly at sea
    Measurements show a clear spatial trend:

    • In the port of Gdańsk: weak.

    • On the open sea: up to 15 dB stronger.

    • Strongest values were observed when heading toward Kaliningrad.
      This means that navigation zones at sea are particularly affected by the disturbances.

Request the full report

The complete report with spectrograms, signal analyses and technical details is available for download. To download: simply fill out the email form.
If you have any questions or need further information on this topic, we are happy to assist via email.

 

hensec_gpspatron-report-shipborne-observations-near-the-kaliningrad-border

Full Report of the GNSS Jamming and Spoofing Analysis in the Baltic Sea

hensec_gpspatron-report-shipborne-observations-near-the-kaliningrad-border.pdf (3.31 MB)
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Schutz kritischer Infrastruktur: Lösungen gegen GNSS-Jamming und Spoofing

Schutz kritischer Infrastruktur: Lösungen gegen GNSS-Jamming und Spoofing

Absichtliche Störungen von GNSS-Signalen nehmen zu und werden zum Risiko für kritische Systeme. Die Lösungen von hensec ermöglichen eine zuverlässige Detektion und Ortung von Jamming und Spoofing, damit Betreiber rechtzeitig gegensteuern können.

„Position, Navigation und insbesondere hochpräzises Timing bilden das unsichtbare Fundament digitaler Kommunikation, autonomer Systeme und kritischer Infrastrukturen. Gerät dieser Taktgeber aus dem Schritt, funktionieren diese Systeme nicht mehr“, sagt Kevin Heneka, Gründer von hensec. „Mit unserer Lösung, die komplett in Europe entwickelt und gehostet wird, bieten wir eine Möglichkeit das GNSS-Signal zu überwachen und schaffen so eine Grundlage für sichere und resiliente PNT-Systeme.“

Die Schifffahrt kennt das Phänomen schon lange: Immer häufiger kommt es zu Angriffen auf Satellitennavigationssysteme, vor allem in Krisenregionen. Das kann Navigationsfehler und Kollisionen zur Folge haben, insbesondere in stark befahrenen Seegebieten, engen Hafenbecken oder bei schlechter Sicht.

Auch der Flugverkehr ist mittlerweile betroffen. Schweden hat in Zusammenarbeit mit benachbarten Ländern einen Bericht veröffentlicht, laut dem rund 123.000 Flüge allein in der Zeit von Januar bis April 2025 zum Ziel von GNSS-Störungen wurden.

GNSS-Satellitennetz bietet Orientierung

Diese Zahlen sind beeindruckend und zeigen doch nur die Spitze des Eisbergs: In unserer digitalen Welt sind immer mehr Systeme von GNSS-Daten abhängig. GNSS ist dabei die Abkürzung für Global Navigation Satellite System. Das vermutlich bekannteste davon ist das US-amerikanische Global Positioning System. Seine Abkürzung GPS hat sich als Synonym für alle Satellitennavigationssysteme etabliert. Neben GPS gibt es u.a. noch GALILEO aus Europa, BeiDou aus China sowie GLONASS aus Russland.

Das GNSS besteht aus einem Netzwerk von Satelliten, die in einer Höhe von rund 20.000 Kilometern um die Erde kreisen. Jeder dieser Satelliten funkt permanent Signale zu seiner genauen Position sowie der Zeit, zu der das Signal versendet wurde. Dieser Zeitstempel wird durch eine hochgenaue Atomuhr ermittelt, die sich an Bord jedes Satelliten befindet.

Ein GNSS-Empfänger auf der Erde empfängt einfach gesagt die Signale von mehreren Satelliten gleichzeitig. Ausgestattet mit einer normalen Quarzuhr, erfasst er auch, wie lange das Signal vom Weltall bis zu ihm gebraucht hat. Da sich die Signale mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, lässt sich die Entfernung zum jeweiligen Satelliten berechnen:

Entfernung = Laufzeit x Geschwindigkeit

Für die Berechnung seiner Position auf der Erde, benötigt der GNSS-Empfänger die Signale von mindestens vier Satelliten. Dabei sind drei Satelliten ausreichend, um die Position in einem dreidimensionalen Raum zu bestimmen. Für die Korrektur der Zeitabweichung im Empfänger ist ein vierter Satellit erforderlich.

GNSS-Timing: Taktgeber in der digitalen Welt

GNSS-Systeme bieten drei Hauptfunktionen, nämlich Position, Navigation und Timing (kurz: PNT). Vor allem die Funktionen für Position und Navigation sind allgemein bekannt, weil sie mittlerweile selbstverständlich für Routenplanungen auf dem Smartphone oder anderen Navigationsgeräten genutzt werden. Wie eingangs erklärt, beeinträchtigen GNSS-Störungen die Navigation im Flug- und Schiffsverkehr und bekommen viel mediale Aufmerksamkeit.

Doch was hat es mit dem Timing auf sich? Diese Funktion ist für unsere moderne Gesellschaft entscheidend. Die gesamte digitale Kommunikation ist auf exakte Zeitsynchronisation angewiesen, damit Daten von Systemen, die sich an verschiedenen Standorten befinden, korrekt übertragen werden. Wird für diese Übertragung das Internet genutzt, so ist eine Genauigkeit von rund 2 Millisekunden zu erreichen. Durch den Einsatz eines GNSS-Empfängers auf den Geräten lässt sich die Genauigkeit auf ungefähr 2 Nanosekunden steigern.

Kommt es zu Störungen des GNSS-Signals, so sind also davon nicht nur die Navigation im Flug- oder Schiffsverkehr betroffen, sondern alle zeitkritischen Systeme. Einige Beispiele dafür wollen wir näher betrachten:

  • Mobilfunk
    Mobilfunknetze der vierten und fünften Generation (4G/5G) sind im besonderen Maße auf präzise Zeit- und Frequenzsynchronisation angewiesen. Basisstationen müssen ihre Funkzellen exakt aufeinander abstimmen, damit mobile Endgeräte nahtlos von einer Zelle in die nächste wechseln können. GNSS liefert dafür eine hochgenaue Zeitbasis und eine Frequenzreferenz. Besonders in 5G-Netzen, in denen Techniken wie Time Duplexing und Beamforming zum Einsatz kommen, sind die Anforderungen an die Synchronisation nochmals enorm gestiegen.
    Die GNSS-Zeitinformation wird in Mobilfunknetzen häufig direkt an den Basisstationen empfangen und dient dort als Referenz für alle Synchronisationsprozesse. Kommt es zu Störungen des GNSS-Systems, so verlieren einzelne Zellen ihre zeitliche Ausrichtung. Dies führt gegebenenfalls zu Interferenzen zwischen den Zellen, Verbindungsabbrüchen oder einer drastisch reduzierten Netzkapazität.

  • Energieübertragungsnetze
    Moderne Energieübertragungsnetze sind hochgradig synchronisierte Systeme, die auf eine permanente Abstimmung zwischen Erzeugung, Transport und Verbrauch angewiesen sind. GNSS-Zeitsignale spielen hier eine zentrale Rolle. Spannungen, Ströme und Phasenlagen werden in Übertragungs- und Verteilernetzen an zahlreichen Messpunkten erfasst. Diese Messungen erfolgen mithilfe sogenannter Phasor Measurement Units, die ihre Daten mit exakten Zeitstempeln versehen. Nur wenn alle Messpunkte im Netz auf wenige Mikro- oder Nanosekunden genau synchronisiert sind, lassen ich Netzschwingungen, Lastflüsse und instabile Zustände zuverlässig erkennen und bewerten.
    Das GNSS-Zeitsignal dient her als gemeinsamer Zeitreferenzpunkt für das komplette Netz, oftmals über große geografische Distanzen hinweg. Fällt die Zeitreferenz aus oder wird sie ungenau, so können Messdaten nicht mehr korrekt korreliert werden.

  • Rechenzentren
    Rechenzentren sind das Herz digitaler Infrastruktur. Unzählige Prozesse laufen parallel ab und kommunizieren miteinander, oft über unterschiedliche Server, Racks oder sogar räumlich entfernte Standorte hinweg. Die GNSS-Zeit ist die Basis für eine eindeutige Sequenzierung dieser Ereignisse. Vor allem bei hochverfügbaren Systemen oder Cloud-Architekturen ist eine einheitliche Zeitreferenz essenziell, um Datenverluste zu vermeiden. Es gibt alternative Zeitverteilmechanismen, wie NTP oder PTP, doch auch die sind auf eine Referenzzeit angewiesen, die häufig aus dem GNSS gewonnen wird.

  • Fahrzeugtechnologie
    Moderne Fahrzeuge nutzen GNSS-Daten schon lange nicht mehr ausschließlich für die Navigation. Positions- und Zeitinformationen sind für viele Assistenz- und Sicherheitssysteme unverzichtbar, um Sensordaten aus den unterschiedlichen Quellen zeitlich korrekt zusammenzuführen. Vor allem aber bei autonomen Fahrzeugen ist auch eine exakte Zeitbasis wichtig, damit die Kommunikation zwischen Fahrzeugen oder zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur zuverlässig betrieben werden kann.

  • UAVs 
    Unbemannte Luftfahrzeuge oder Drohnen nutzen GNSS-Positions- und Zeitdaten für die Navigation, Stabilisierung und Missionsplanung. Diese Informationen sind die Basis, um Flugrouten einzuhalten, Hindernisse zu umfliegen, komplexe Manöver sicher auszuführen oder im Schwarm bei Drohnenshows zu performen. Auch die Synchronisation mit Bodenstationen oder anderen UAVs erfolgt häufig mithilfe der GNSS-Zeit.

Die Liste der Technologien, die auf präzise GNSS-Daten angewiesen sind, ließe sich noch lange fortsetzen. Doch diese Beispiele verdeutlichen, dass die satellitenbasierten Zeitdaten aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken sind. Deshalb sind gezielte GNSS-Störungen so gefährlich.

GNSS-Störungen als systemisches Risiko

Wie eingangs erläutert, befinden sich die Satelliten in großer Höhe über der Erdoberfläche und bewegen sich mit einer enormen Geschwindigkeit. Ihr ausgesendetes Signal ist damit vergleichsweise schwach und kann bereits durch nur geringfügig stärkere Sender, die sich direkt auf der Erde befinden, überlagert werden.

Neben diesen Voraussetzungen ist auch die rasante technische Entwicklung für die Zunahme der Störfälle verantwortlich: Die Preise für Störsender fallen zusehends, während die Geräte immer mobiler werden. Außerdem sind sie relativ einfach über das Internet zu erwerben, obwohl ihr Betrieb in Deutschland verboten ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von absichtlichen Störungen:

  • Jamming:
    Ein Jammer überlagert die GNSS-Signale, indem er Störsignale auf den selben Frequenzen sendet, die auch vom GNSS-System genutzt werden. Das sogenannte GPS-L1 Band hat die Frequenz 1575,42 MHz. Da die Frequenzen der GNSS-Satelliten bekannt sind, so ist auch ihre Störung technisch nicht besonders aufwändig.

  • Spoofing:
    Etwas komplexer und gleichzeitig gefährlicher ist das sogenannte Spoofing. Dabei wird ein manipuliertes GNSS-Signal ausgesendet, um das authentische Signal zu überlagern. So lassen sich falsche Positions- und Zeitangaben vortäuschen, die lange nicht als gefälscht wahrgenommen werden.

Signalüberwachung: Voraussetzung für einen sicheren Betrieb

Die technische Entwicklung der GNSS-Empfänger kann mit den massiven Ausweitungen der Störfälle nicht mithalten. Der alljährlich in Norwegen stattfindende Jammertest hat auch 2025 wieder belegt, dass die überwiegende Mehrheit der Empfänger für gezielte Störungen anfällig ist – trotz technischer Verbesserungen.

Folglich ist eine kontinuierliche Überwachung des GNSS-Signals für alle Systeme entscheidend, die von den satellitenbasierten Signalen abhängig sind.

Drohnen sollten nur dann starten, wenn die Signalqualität nachweislich stabil ist. Das betrifft sowohl Drohnenbetreiber im Werks- und Objektsschutz als auch Veranstalter von den zunehmend beliebten Drohnenshows. Dabei sollten während des Einsatzes die relevanten GNSS-Bänder überwacht und analysiert werden, um bei Abweichungen und Ausfällen die Ursache eindeutig erkennen zu können. Das ist für die Fehlerbehebung ebenso entscheidend wie für den Nachweis gegenüber Versicherungen.

Auch autonome Systeme sind ohne verlässliche GNSS-Daten nicht einsatzbereit. Bei Robotern im Werksschutz beispielsweise kann gezielt eingesetztes Spoofing eine Alarmierung hervorrufen und Sicherheitskräfte zu einem falschen Ort lotsen. Betreiber müssen deshalb wissen, ob der GNSS-Empfang ausreichend ist, oder ob Störungen auftreten können.

Für Flughäfen stellt sich die Frage nach der GNSS-Qualität auf dem gesamten Flughafengelände. Störungen durch externe Quellen können nicht nur den Flugbetrieb beeinträchtigen, sondern auch sicherheitskritische Prozesse gefährden. Mit systematischer Überwachung des GNSS-Signals lassen sich Störquellen erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Kritische Infrastrukturen, wie beispielsweise mobile Kommunikationssysteme, sind auf einen exakten Empfang des Zeitsignals angewiesen. Ausfälle und Manipulationen müssen sofort erkennbar sein, um rechtzeitig gegenzusteuern und Kettenreaktionen zu stoppen.

Regulierungsbehörden haben die Verantwortung, die GNSS-Qualität im öffentlichen Raum sicherzustellen, vor allem entlang wichtiger Verkehrsachsen. Eine kontinuierliche Überwachung des Signals kann wiederkehrende Muster aufdecken, die auf eventuelle illegale Aktivitäten hindeuten können.

Für Vollzugsbehörden ist die GNSS-Überwachung ein wichtiges Werkzeug, um illegale Jammer aufzuspüren und deren Einsatz zu unterbinden. Nur wenn Störungen eindeutig detektiert und lokalisiert werden, lassen sich Verstöße effektiv vermeiden.

Nicht zuletzt ist der maritime Sektor der Bereich, der besonders von den zunehmenden GNSS-Störungen betroffen ist. In Häfen und stark frequentierten Seegebieten ist ein exaktes Signal der Navigationssatelliten entscheidend für die Sicherheit.



hensec: Jamming und Spoofing sicher erkennen

hensec entwickelt Lösungen, die GNSS-Störungen nicht nur detektieren, sondern auch analysieren und orten können – ganz gleich, ob es sich um sich einfache Interferenzen, Jamming oder aufwändiges Spoofing handelt. Damit erhalten Betreiber ein umfassendes Gesamtbild der GNSS-Verfügbarkeit am Einsatzort.

Die Lösungen verfügen über einen integrierten RF-Signal Analyser, um die Funkfrequenzen (Radio Frequency, kurz RF) zu überprüfen. Darüber lassen sich Störquellen ermitteln, die das GNSS-Singal beeinträchtigen. Parallel wird analysiert, wie viele Satelliten verfügbar sind und ob die Signalstärke für einen sicheren Empfang ausreicht.

Die hensec-Lösungen können klassifizieren, ob eine registrierte Störung auf Interferenzen, Jamming oder Spoofing zurückzuführen ist. Auch eine Lokalisierung der Störquellen ist möglich. Die hensec-Lösungen sind als Hardware- und als Softwarevariante erhältlich und lassen sich somit nahtlos an die Anforderungen der Kunden anpassen.

Hardware: GP-Probe DIN-L1 und GP-Probe TGE2

Der Sensor GP-Probe DIN-L1 ist ein kompaktes Modul für die Hutschiene. Er analysiertdas L1-Band und enthält selbst einen eingebauten RF-Blocker und Jammer, um das GNSS-Signal der Antenne im Falle von erkanntem Spoofing zu unterbrechen. Dadurch werden nachgeschaltete Geräte wie Zeitserver zuverlässig vor Manipulation geschützt. Gleichzeitig wird ein digitaler oder analoger Alarm ausgegeben.

Ein breiteres Erkennungsspektrum weist der GP-Probe TGE2 Sensor auf: Er verfügt über drei Hochfrequenz-Kanäle zur erweiterten Echtzeitanalyse, um auch fortschrittliche Spoofing-Angriffe zuverlässig zu erkennen. Werden 3 dieser Sensoren auf einem Gelände positioniert, können sie sofort die Störungsquelle lokalisieren.

Weitere Hardwarelösungen gibt es als ultraportablen Stick, als Outdoor-Koffer für wechselnde Einsatzorte oder als wetterfesten Outdoor-Schrank, der für die Installation im Freien oder als Mastmontage geeignet ist. Auch individuelle Lösungen, die speziell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst sind, sind möglich.

Für den Betrieb benötigen die Sensoren eine externe GNSS-Antenne, die im Lieferumfang enthalten ist, sowie eine Spannungsversorgung. Die Konfiguration ist über ein Webinterface einfach durchzuführen, entweder lokal oder über die Webapplikation GP-Cloud.

Die empfangenen HF-Parameter werden direkt auf dem Gerät verarbeitet, ausgewertet und bei Bedarf ebenfalls über das Netzwerk an die GP-Cloud übertragen. Die Alarmierung erfolgt in Echtzeit sowohl lokal als auch über die WebApp.

Leistungsstarke Web-Application: GP-Cloud

hensec bietet diese Lösung auch als Software an. Die GP-Cloud ist eine Webanwendung, die Detektion, Klassifizierung und Ortung von GNSS-Störungen in Echtzeit ermöglicht. Erfasst sie Störungen, so kann die GP-Cloud Alarme oder Benachrichtigungen ausgeben. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Ereignisse für nachträgliche Auswertungen zu speichern.

Grundlage für die Messungen liefern die hensec GNSS-Spoofing Sensoren, die über einen API-Key direkt in die Systeme der Kunden eingebunden werden. Alternativ oder ergänzend ist auch die Verbindung vorhandener RTK-BS (via RTCM@NTRIP) oder anderer GNSS-Empfänger (via NMEA@NTRIP) z.B. vom hensec-Partner Septentrio möglich.

Die Webanwendung aggregiert alle Daten und bereitet sie in übersichtliche Dashboards auf. Es besteht die Möglichkeit, Benutzer mit individuellen Berechtigungen anzulegen, Alarme und Grenzwerte zu konfigurieren und die Sensoren zu verwalten.

Fazit
Eine digitalisierte Gesellschaft ist im hohen Maße von zuverlässigen GNSS-Signalen abhängig. Gleichzeitig nehmen Störungen durch absichtliches Jamming oder Spoofing zu. Hensec bietet Lösungen, mit denen sich Störungen zuverlässig detektieren, klassifizieren und orten lassen, um einen reibungslosen Betrieb GNSS-abhängiger Systeme zu gewährleisten.



Security für Drohnenshows

Sicherheitssteckbrief

Security für Drohnenshows und Veranstaltungen

Lösungsbeschreibung zum Sicherstellen der technischen Sicherheit in Verbindung mit Drohnenshows oder Großveranstaltungen

ANWENDUNGSBEREICH

  • Drohnenshows
  • Veranstaltungen
  • Konzerte
  • Stadien

    GEFÄHRDUNGEN

    Beim Einsatz von Drohnen im Veranstaltungsbereich hat die Sicherheit der Besucher höchste Priorität. Ein unkontrolliertes Verhalten einzelner Drohnen oder gar ein Abstürzen ist auf jeden Fall zu vermeiden. Ebenso muss höchste Präzision gewährleistet sein um wirtschaftliche Schäden oder Reputationsschäden zu vermeiden. Deswegen müssen sich Drohnenshow-Anbieter vor dem Start der Drohnen von der Sicherheit des Luftraums und des Funkspektrums überzeugen. Mögliche Folgen und Gefahren sind u.a.

    • Fremde Drohnen im gesperrten Luftraum (durch Unwissenheit Dritter oder durch absichtliche Sabotageversuche)

    • Schlechtes / Falsches GPS Signal (durch absichtliches Spoofen oder durch den Einsatz von Jammern)

    LÖSUNG:

    Mobiles Drohnendetektionssystem kombiniert mit mobilem GNSS Qualitätsmonitoring.

    VORTEILE:

    • Stabil in robusten mobilen Transportkoffern integriert

    • Lange Akkulaufzeit

    • Schnell aufbaubar

    • Monitoring des gesamten Luftraums auf kooperative und unkooperative Drohnen

    • Monitoring der GNSS Signalqualität aller Konstalleationen (GPS, Galileo, BeiDou, Glonnas)

    • Einfache Echtzeit Liveansicht als Entscheidungsgrundlage

    • Mitloggen der Daten zur nachträglichen Analyse oder zur Beweissicherung (auch für Versicherungen)

    BEISPIELKONFIGURATION

    1 Mobil Case X2

    1 Mobil Case TGE2

    ANFRAGE:

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    Weitere Infos und Links:

    www.hensec.com

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    • +49(0)7251-923875-0

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    Terrestrial sensors for the detection of GPS/GNSS spoofing and jamming

    Over the past few months, GPS spoofing and jamming have become serious challenges. The increasing number of incidents involving GNSS interference makes it essential to detect spoofing attacks with high reliability.

    Maritime and aviation sectors are particularly exposed to the risks posed by GPS jamming and spoofing. Likewise, critical infrastructure, communication systems, and autonomous systems that rely on a dependable and accurate time base are also at significant risk.

    Traditional GPS jamming detection systems typically only recognize that the signal is unreliable. However, they struggle to differentiate between interference, jamming, and sophisticated spoofing. In simple terms, they detect that something is wrong — but not what is wrong.

    Our GPS spoofing detection sensors offer comprehensive analysis of GNSS signal quality. With onboard processing, even advanced synchronized GNSS spoofing attacks can be detected and classified.

    The collected data can be used locally for alerts — either via TCP/IP or via relay outputs with potential-free contacts. Downstream receivers (e.g., time servers) are automatically disconnected from the RF signal by an integrated blocker when spoofing is detected, preventing manipulation or damage to the infrastructure.

    Built-in LUA scripting allows users to create and integrate their own processes. Measurement data can also be transmitted to our GP-Cloud web application for further analysis. The web interface allows real-time monitoring and retrospective evaluation of logs. By networking multiple sensors, it is also possible to localize the source of interference using TDOA (Time Difference of Arrival).

     

    Available Versions of Our GNSS Spoofing Detection Sensors

    Key Features:

    • GNSS Anomaly Detection – spoofing, jamming, interference, etc.

    • GNSS Interference Classification

    • GNSS Quality Monitoring

    • Data Logging – many parameters such as Doppler, position, accuracy, etc.

    • API – powerful interface for integration with custom applications

    • Supported GNSS systems – GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou

    • Spoofing Detection – asynchronous, synchronous, multi-transmitter, jamming

    • Dashboards – sensor maps, diagrams, histograms, user and sensor views

     

    Wide Range of Applications

    • Protection of Critical Infrastructure:
      In many semi-autonomous systems, GPS not only provides positioning but also acts as a time reference. Our sensors reliably detect interference or attacks to prevent systems from becoming desynchronized right from the start.

    • Airport Protection:
      GNSS signal quality monitoring is essential in air traffic. Early detection allows pilots to be warned of potential threats and take preventive actions.

    • Drone Shows:
      Reliable GNSS signals are crucial for drone shows. Our sensors verify signal quality before launch and help identify root causes in case of malfunctions — which may also be highly relevant for insurance assessments.

     

    Available Form Factors

    • DIN-L1:
      Compact L1-band sensor for DIN rail mounting. Ideal for space-saving installations or integration into existing systems. Pass-through of existing GNSS signal (external antenna) possible.

    • TGE-2:
      Half 19" device for simultaneous 3-channel monitoring. Enables advanced signal analysis and TDOA-based interference source localization.

    • Outdoor Case:
      Rugged, weatherproof transport case with integrated evaluation electronics. Designed for mobile use in harsh conditions.

    • Outdoor Enclosure:
      Weatherproof unit for wall or pole mounting. Suitable for standalone operation or building sensor networks.