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GNSS Security auf See - neuer Vessel Mode

hensec bietet ab sofort GPSPATRONs neue Algorithmen zur maritimen GNSS-Störungserkennung an

Wir freuen uns, die neuen „Vessel“-Algorithmen von GPSPATRON für die Erkennung von GNSS-Störungen im maritimen Umfeld anzubieten Die speziell für Schiffe, Hafenanlagen, Küstenüberwachung und Offshore-Infrastruktur entwickelten Funktionen stehen sowohl in der GP-Cloud als auch in Onboard-Geräten wie dem GP-Probe DIN L1 zur Verfügung.

GNSS-Störungen – ob durch Jamming oder Spoofing – treten auf See immer häufiger auf. Schiffe sind diesen Risiken besonders ausgesetzt, wobei Beeinträchtigungen die Navigation, AIS-Meldungen, Hafenmanöver, Offshore-Operationen und zeitkritische Bordsysteme beeinflussen können. Die neuen Vessel-Algorithmen verbessern die Erkennungsgenauigkeit erheblich, da sie Schiffsbewegungen und maritime Signalbedingungen berücksichtigen.

Die Lösung bietet unter anderem:

  • Echtzeit-Erkennung von GNSS-Störungen

  • Zentralisierte Überwachung und Analyse über die GP-Cloud

  • Zuverlässige Erkennung an Bord, auch ohne Internetverbindung

  • Ein klareres Lagebildund gesteigerte Betriebssicherheit

hensec unterstützt Sie bei der vollständigen Integration dieser Technologien – ob für einzelne Schiffe, ganze Flotten oder Hafen- und Küstenbereiche.

Wenn Sie Interesse an der Einführung der GPSPATRON-Vessel-Algorithmen haben oder eine fachkundige Beratung zum Schutz vor GNSS-Störungen wünschen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir beraten Sie umfassend und begleiten Ihre Umsetzung.


GNSS Security on Sea - new Vessel Mode

hensec Now Offering GPSPATRON’s New Maritime GNSS Interference Detection Algorithms

hensec is proud to announce that we now offer GPSPATRON’s newly introduced “Vessel” processing mode, a cutting-edge algorithm suite designed specifically for maritime GNSS interference detection. The new mode is available both in the GP-Cloud platform and in onboard devices such as the GP-Probe DIN L1, making it suitable for ships, port facilities, coastal monitoring systems, and offshore infrastructure.

GNSS interference—whether caused by jamming or spoofing—has become an increasingly common threat at sea. Vessels are particularly exposed, and disruptions can affect navigation, AIS data integrity, port operations, offshore activities, and time-critical onboard systems. GPSPATRON’s new vessel-focused algorithms significantly enhance detection accuracy by taking vessel motion and maritime signal characteristics into account.

With this update, maritime operators can benefit from:

  • Real-time GNSS interference detection

  • Centralized monitoring and analytics through GP-Cloud

  • Reliable onboard detection even without network connectivity

  • Improved situational awareness and operational safety

At hensec, we support the full integration of these capabilities into your maritime operations—whether for individual vessels, entire fleets, or port-wide monitoring.

If you are interested in deploying GPSPATRON’s Vessel algorithms or would like expert guidance on GNSS interference protection, feel free to reach out to us. We’re happy to advise and support your implementation.

Zunehmende GNSS-Störungen gefährden die maritime Sicherheit

Zunehmende GNSS-Störungen gefährden die maritime Sicherheit

Die Sicherheit der internationalen Schifffahrt steht vor wachsenden Herausforderungen: Störungen satellitengestützter Navigations- und Zeitdienste (GNSS) nehmen weltweit zu und wirken sich zunehmend auf den sicheren Betrieb moderner Schiffe aus. Sowohl ein aktueller Fachbericht des Royal Institute of Navigation (RIN) als auch ein offener Brief mehrerer europäischer Küstenstaaten unterstreichen die Dringlichkeit des Problems und fordern entschlossenes Handeln.

Neuer RIN-Bericht analysiert Verwundbarkeiten moderner Schiffe

Das Royal Institute of Navigation hat kürzlich einen umfassenden Bericht zu den Auswirkungen von GNSS-Störungen auf die maritime Sicherheit veröffentlicht. Darin werden insbesondere die Verwundbarkeiten vernetzter Systeme an Bord moderner Schiffe untersucht. Viele sicherheitsrelevante Systeme – darunter Ausrüstung gemäß GMDSS und SOLAS – nutzen GNSS als primäre Quelle für Positions- und Zeitinformationen. Fällt diese Quelle aus oder liefert fehlerhafte Daten, kann dies erhebliche Sicherheits- und Haftungsrisiken nach sich ziehen.

Der Bericht zeigt zudem, dass auf vielen Schiffen teils unnötige Abhängigkeiten zwischen GNSS-Empfängern und elektronischen Systemen bestehen, die für ihre Kernfunktionen nicht zwingend satellitengestützte Daten benötigen. Besonders in Regionen mit bekannten GNSS-Störungen steigt dadurch das Risiko von Fehlfunktionen erheblich. Neben einer detaillierten Verwundbarkeitsanalyse enthält der Report klare Empfehlungen für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Risikominderung, insbesondere im Hinblick auf GNSS-Jamming und -Spoofing.

Die offizielle Vorstellung des Berichts findet am 29. Januar 2026 im National Maritime Museum in London statt.

Offener Brief der Küstenstaaten: Internationale Verantwortung gefordert

Parallel zur Veröffentlichung des RIN-Berichts haben die Küstenstaaten der Ostsee und der Nordsee gemeinsam mit Island einen offenen Brief zur maritimen Sicherheit veröffentlicht. Darin wenden sie sich an die internationale maritime Gemeinschaft und machen auf die zunehmenden technischen Störungen aufmerksam, die insbesondere in europäischen Gewässern beobachtet werden.

Die Unterzeichner betonen die starke Abhängigkeit der modernen Schifffahrt von GNSS-Diensten, die nicht nur für die Navigation, sondern auch für zentrale Sicherheitsfunktionen wie das Seenot- und Sicherheitssystem GMDSS unverzichtbar sind. Besonders im Ostseeraum häufen sich nach Einschätzung der Staaten GNSS-Störungen, die sie der Russischen Föderation zuschreiben. Diese Entwicklungen gefährden aus ihrer Sicht sowohl die Sicherheit der Schifffahrt als auch deren Zuverlässigkeit.

Zusätzlich wird im offenen Brief auf die Manipulation des Automatischen Identifikationssystems (AIS) hingewiesen, das eine zentrale Rolle bei der Verkehrskoordination und Kollisionsvermeidung spielt.

Forderungen nach Resilienz und Alternativen

Sowohl der RIN-Bericht als auch der offene Brief kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: GNSS-Störungen und AIS-Manipulationen müssen international als ernstzunehmende Sicherheitsrisiken anerkannt werden. Schiffe und Besatzungen müssen in die Lage versetzt werden, auch bei Ausfällen satellitengestützter Systeme sicher zu navigieren.

Die Küstenstaaten fordern daher eine verstärkte internationale Zusammenarbeit, insbesondere zur Entwicklung und Einführung alternativer, terrestrischer Navigationssysteme. Darüber hinaus wird die Einhaltung bestehender internationaler Regelwerke wie SOLAS, MARPOL und UNCLOS betont. Schiffe sollen ausschließlich unter gültiger Flagge und mit vollständigen Zertifikaten betrieben werden, um Sicherheits- und Umweltstandards zu gewährleisten.

Gemeinsames Signal an die maritime Gemeinschaft

Die zeitliche Nähe zwischen dem offenen Brief der Küstenstaaten und der Veröffentlichung des Maritime GNSS Security Reports des Royal Institute of Navigation ist kein Zufall. Beide Dokumente senden ein klares Signal: Die Abhängigkeit von GNSS stellt ein strukturelles Risiko für die maritime Sicherheit dar, das nicht länger ignoriert werden kann. Forschung, technische Resilienz und internationale Kooperation sind entscheidend, um die Sicherheit der Schifffahrt auch unter gestörten Bedingungen dauerhaft zu gewährleisten.

Links:

RIN Maritime Report:

https://rin.org.uk/page/RIN_Maritime_Report

Open Letter by the Coastal States of the Baltic Sea and the North Sea with Iceland:

https://www.bmv.de/SharedDocs/EN/Articles/K/open-letter-coastal-states-baltic-sea-north-sea-iceland.html